Greencorner

Eine Seite des Course Managers für die Golfer:

Liebe Mitglieder,
liebe Gäste,

Unser Team wird Sie Zusammenfassend über Platzmaßnahmen Informieren und die Notwendigkeit der einzelnen Maßnahmen erläutern.

 

Informationen zur Platzpflege im Spätsommer:

Wie jedes Jahr müssen wir zum Ende des Sommers noch eine elementar wichtige Maßnahme an den Spielelementen durchführen, um unsere erreichte Qualität zu halten und zu verbessern. Der Monat September sichert uns für die Maßnahme noch milde Nächte und eine gute Regeneration zu, leider stößt der Zeitpunkt nicht immer auf Begeisterung von Seiten der Golfer, aber wir alle haben ein Ziel eine gute Runde Golf auf einem optimal gepflegten Golfplatz. Sie müssen dafür ihren Schwung trainieren und abrufen können, und das Greenkeeping muss kultivierende Pflege betreiben um eine Platzqualität zu präsentieren, damit sie schönes Golf spielen können.

Auf den Greens werden wir mit einem Vertikutierer in einer Tiefe von 12-18mm alte organische Masse entfernen und mit feuergetrocknetem Sand direkt wieder zu verfülllen. Wozu dient dieser Arbeitsgang? Über eine Wachstumssaison entsteht organischer Abfall wie im Biokompost daheim. Dieser kann auf einem Kompostierhaufen sich selbst überlassen werden, und wird zu einer guten Erde für Beete und Blumenkästen. Warum eigentlich? Das Bodenleben spielt dabei die wichtigste Rolle im Abbauprozess, und die Art des organischen Abfalls trägt zur Güte der Erde bei. Wir arbeiten seit meiner Zeit an einem gesunden Bodenleben, doch ist der anfallende organische Abfall einer Golfanlage sehr einseitig und nicht durchmischt wie z.B. mit Eier- Bananenschalen, Gemüseresten, Laub und Rasenschnittgut. Deshalb ist es elementar wichtig diesen Abbauprozess positiv zu unterstützen.

Im Vertikutierverfahren entnehmen wir der obersten Schicht etwa 17% alten Materials bestehend aus Rasenresten und Wurzelmasse, und füllen diese mit reinem Sand auf. Damit ist der erste Abbau entstanden und der Sauerstoff der in die verdichtete Oberschicht gelangt, ist es essentiell für die Mikroorganismen. Die verbleibenden abgebauten 83% sind dann für die Pflanzen verfügbar, und dient als nachhaltige Nährstoffquelle für die Gräser.

Damit ist auch gewährleistet, dass diese Flächen außerdem genug Sauerstoff im Boden haben, um auch in widrigen Wetterlagen noch gute Spieleigenschafften vorweisen. Wir befinden uns nicht in Florida mit 12 Monaten Sonnenschein. Bei uns kommt der Winter und dies ist eine Hauptsaison für die Erkrankungen der Gräser. Je Trockner und besser die oberste Schicht der Flächen aufgebaut ist umso weniger können sich Pilzliche Sporen darin verbreiten und Gräser Infizieren. Ein nachhaltiges System das langfristig unseren Spielspaß auf den Flächen erhöht.

 

Information zu Trockenheit auf dem Golfplatz:

Liebe Golfer/innen,

die anhaltende Trockenheit, zwingt uns zu gesonderten Maßnahmen bei den Beregnungszyklen. Wir kühlen die Greens am Nachmittag mit einem zweiminütigen Beregnungsablauf ab. Durch das kalte Wasser und der direkten Verdunstung können sich die Gräser schon sehr viel früher regenerieren und sich von der Hitze erholen. Dieser Prozess, den wir künstlich herstellen, würde sonst erst in der Nacht stattfinden.

Wir bitten Sie, als Golfspieler, sich zwei Minuten zu gedulden und das Green erst nach dem Bewässerungsvorgang zu betreten. Gerne können Sie während des Bewässerungsvorgangs das Green schon anspielen.

Durch ein nicht vorhandenes Spielbahnbewässerungssystem kann es auch beim bespielen von Fairways zu Beeinträchtigungen kommen. Die Spielbahnen werden mit Standregnern, Schläuchen und auch per Hand bewässert. Bitte nehmen Sie Rücksicht auf unser Greenkeeper Team.

Zudem ist es hilfreich, wenn Sie alle Pitchmarken bei diesen hohen Temperaturen ausbessern. Denn Pitchmarken verbrennen sehr viel schneller als eine gesunde Grasfläche.

Herzlichen Dank für Ihre Mithilfe.

Ihr Team des GC Starnberg.

 

Wir haben zwei neue Bienenstöcke auf der Anlage: 

Neuheit auf dem Golfplatz Starnberg. Zwei neue Bienenstöcke befinden sich in der Nähe des dritten Lochs.

„Gäbe es keine Bienen mehr auf der Welt, hätte dies einen enormen Einfluss auf die Biodiversität der Pflanzen. Nicht nur auf die farbige Blütenpracht in Stadt und Land müssten wir verzichten: Insekten, Vögeln und andere Tiere, die auf Pflanzen als Nahrungsquelle angewiesen sind, würden verhungern. Außerdem können Ernteausfälle zu Vitaminmangel bei Mensch und Tier führen, sodass wir anfälliger für Krankheiten werden. Bienen sind ein wichtiger Bestandteil unseres sensiblen Ökosystems“ (www.stadtbienen.de).

Kurzum gäbe es keine Bienen, gäbe es keinen Menschen und es könnte niemand diesen wunderbaren Golfplatz spielen. Wir, der GC Starnberg, sind uns dieser sozialen Verantwortung bewusst und sind Förderer unseres Lebensraumes.

Wir informieren Sie sobald die leckeren Gläser Honig zu erwerben sind. An dieser Stelle bedankt sich Der Golf-Club Starnberg e.V. herzlich bei der Imkerin Beatrice Schirmer aus Perchting für die Unterstützung bei diesem tollen Projekt!

Information zu Frost auf Golfplätzen:

Durch die herbstlichen Temperaturen in den Wintermonaten müssen die Pflanzen, wie die Golfer, sich auf den Wechsel einstellen. Der Spieler zieht warme Kleidung aus dem Schrank, die Natur muss andere Wege finden, um sich vor der Kälte zu schützen. Ein wichtiger Schritt ist das reduzierte Wachstum unter der eingeschränkten Photosynthese der Pflanzen, die sich Nährstoffe und Zuckerlösungen einlagern für eine lange Winterzeit. Die Belastungen für den Rasen mit einer fast auf null her abgefahrenen Regenerationsfähigkeit, bedeutet dass wir Spieler und Greenkeeper noch mehr Sorgfalt und Rücksicht auf die Pflanzen nehmen sollten.  Wir können den Pflanzen nur unterstützend zur Seite stehen im Greenkeeping, und die Golfer sollten auch ihren Beitrag dazu leisten. Das heißt, ist der Platz und seine einzelnen Spielflächen gesperrt gibt es auch einen berechtigten Grund dafür, und so gut sollten sie uns , kennen, dass wir nicht bei 15 Grad unsere Sommergrüns schließen.

Die Pflanzenzelle besteht aus über 60 %Wasser und dieses gefriert bei den frostigen Tagen, dadurch verliert das Blatt seine Flexibilität und es entstehen Schäden bei der Trittbelastung durch Spieler. Das zurücklegen von Divots erwähne ich leider auch nochmal, denn es ist nicht die Regel, dass dies passiert, und ohne Regeneration bis Mitte Mai können die Schadstellen zu 100% Sicherheit nie von alleine zuwachsen. Das gleiche gilt auch für Pitchmarken, durch das reduzierte Mähen und Rollen der Grüns um den Stress zu reduzieren, werden die Flächen nicht besser puttbar durch all die Pitchmarken.

Unser Ziel sind tolle Spieloberflächen die gesamte Saison über, und da müssen beide Seiten ihren Beitrag leisten.

Eine gesunde und erholsame Winterzeit, wir freuen uns auf den Golfsport 2018.

Information Platzpflegewoche:

Das Vertikutieren, Sanden und Abziehen ist für unsere Grüns notwendig um treue Grüns zu erhalten. Diese müssen tagtäglich viele Golfer tragen, was dazu führt, dass die Oberfläche sich enorm verdichtet. Die Tragschicht entwickelt sich durch die Belastungen zu einem sehr verdichteten Boden und der Anteil an Sauerstoff nimmt ab. Doch eine gesunde Pflanze braucht die Luft wie der Mensch und Tier um zu atmen. Wir werden die Grüns oberflächlich durch Vertikutieren öffnen und für die tiefer sitzende Bodenverdichtung mit feinen Eisennägeln in die Tiefe arbeiten. Das sichert uns langfristig gute Spielbedingungen und gesunde Grüns, die dadurch besser funktionieren in Bezug auf Drainage, Umsetzung von altem organischen Material, vitale und widerstandsfähige Pflanzen und feste Spieloberflächen. Kurz gesagt um diese Qualität zu erhalten, müssen wir die richtigen Entscheidungen im Course Management treffen und ausführen. Viele Mitglieder haben eine positive Entwicklung an den Spielflächen wahrgenommen, doch dies geschieht auch nur durch ein aktives Arbeiten an den Problemen einer Anlage.

 

Information Baumbestand:

Für den Golfplatz ergeben sich durch die Dichte und Höhe der Bäume verschiedene Problemzonen. Die spielrelevanten Flächen, insbesondere Abschläge und Grüns, erhalten zu wenig Sonneneinstrahlung und auch deutlich zu wenig Luftzug. Unter anderem dauert es dadurch länger, bis diese Flächen abtrocknen. Insgesamt führte die alte Situation dazu, dass es Stress bei den Gräsern gab und Erkrankungen die Folge waren.
An einigen Bahnen, insbesondere an der 13, haben die Fichten so stark die Überhand gewonnen, dass die schönen Solitärbäume in ihrem Wachstum und Bestand gefährdet waren. Der Charakter einer Parklandschaft ist nun deutlich hervorgehoben.
Die Weide links von Grün 17 ist allerdings nicht gefällt worden. Da sie bei dem heftigen Schneefall Ende April bereits Blätter trug und der schwere, nasse Schnee darauf liegen blieb, konnte sie sich nicht gegen die Schwerkraft erwehren.